Alters-WG – die klassiche Wohnraumteilung

In einer gemeinsamen Wohnung mit anderen verfügt jeder Senior über ein bis zwei eigene Zimmer. Bad, Küche, Flur und Gemeinschaftsräume werden von allen benutzt. Hausarbeiten wie Kochen, Putzen, Einkaufen werden normalerweise im Wechsel oder zusammen erledigt. So übernimmt jeder Bewohner Verantwortung, kann seine eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen und bleibt aktiv. Idealerweise unterstützt man sich in der Alters-WG gegenseitig im Krankheitsfall und organisiert bei Bedarf gemeinsam Hilfe von außen.

Bei der Neugründung einer Alters-WG sind allerdings einige wichtige Punkte zu beachten. So sollte man rechtzeitig mit der Suche nach einer geeigneten, barrierefreien Wohnung beginnen. Oftmals vergeht viel Zeit, bis ein Alters-WG Projekt realisiert werden kann. Anders als in einer Studenten-WG ist eine Alters-WG auf Dauer ausgelegt. Deshalb sollte auch besprochen werden, wer im Bedarfsfall die Pflege übernimmt: Welchen Einsatz bringen die Mitbewohner, will man externe Dienstleister (Pflegedienste, Putzhilfen, etc.) gemeinsam nutzen und kann man sich unter den Angehörigen absprechen? Klären sie vorab Kosten- und Vertragsfragen (und zwar in Schriftform!), damit z.B. bei Auszug keine Streitfälle entstehen.

Eine gute Vorbereitung hilft Ihnen, den Traum vom gemeinsamen Wohnen im Alter zu verwirklichen. Haben Sie die richtigen Mitbewohner für Ihre Alters-WG gefunden und sind erst einmal alle rechtlichen und praktischen Fragen geklärt, dann steht der Alters-WG nichts mehr im Wege und Sie können sich auf ein anregendes und umsorgtes Leben im Alter freuen.

Checkliste Neugründung Alters WG

  • Spätere Pflege klären – Einsatz der Mitbewohner, externe Dienste, Angehörige
  • Barrierefreiheit – sind Wohnraumanpassungen möglich (Vermieter?)
  • Welche Umbauten oder Anpassungen sind nötig (Beratungsstellen)
  • Platzbedarf klären, was tue ich mit Möbeln, die nicht untergebracht werden können?
  • Wie wird das Alltagsleben organisiert, wer übernimmt wann welche Arbeiten?
  • Welche Privatsphäre wünscht sich jeder Mitbewohner? Regeln im Umgang mit den anderen Mitbewohnern?
  • Kostenaufteilung – Miete, Nebenkosten, evtl. Haushaltshilfe, Strom, Telefon, ISDN-Anschluss

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